"Unthinking respect for authority is the greatest enemy of truth."

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Thursday, May 23 2013 @ 04:44 PM CDT

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A Talk With Noam Chomsky
Authored by: chapultepec on Thursday, August 16 2012 @ 02:51 AM CDT

this is an incomplete translation. The original can be found here: http://www.tagesspiegel.de/politik/noam-chomsky-europas-krisenstrategie-ist-selbstmord-/v_print/6959930.html?p=

The interesting part, where the journalist asks Chomsky about his visit in Venezuela was not translated. Chomsky recognizes the intention of the journalist immediately and gets quite angry. I wonder why this part was not translated (or did the journalist translate it and left the parts out that does not throw a good light on him?).

Here is the part that is missing. I have no time to translate but maybe someone else does it:

Vor knapp drei Jahren haben Sie Venezuelas Präsident Hugo Chávez besucht. Damals lobten Sie…
Das ist doch alles Propaganda. Ich bin auf die Bitte eines Freundes nach Caracas gefahren. Ich war dort für 24 Stunden, gab ein paar Vorträge und sprach eine Weile mit Chávez. So, wie ich auch schon mit anderen politischen Führern wie Ecuadors Correa, Brasiliens Lula oder in Indien mit Indira Gandhi gesprochen habe.

Sie haben Chávez gesagt, dass Sie sehen können, wie er eine bessere Welt schafft.
Ich habe gesagt, es ist einfach, darüber zu reden, wie man eine bessere Welt schafft, aber es ist schwieriger, das umzusetzen.

Und da haben Sie sich nicht auf Chávez bezogen?
Ja, indirekt. Es gibt Dinge, die macht seine Regierung sehr gut, es gibt anderes, was sie nicht so gut macht. Ich sage das ständig. Das Treffen mit Chávez wurde sofort vom internationalen Propagandasystem aufgegriffen, dem wahrscheinlich auch die Zeitung angehört, für die Sie schreiben. Es wurde sofort zum großen Thema gemacht, weil wir alle Chávez hassen sollten.

Ich wollte eigentlich fragen…
Ich mache Ihnen persönlich keinen Vorwurf. Es ist nur so, dass jeder, der dem internationalen Propagandasystem ausgesetzt ist, sofort diesen Fall aufgreift und keinen anderen.

Sie kritisieren ständig die US-Außenpolitik und US-Politiker dafür, dass sie Diktatoren unterstützen. Haben Sie mit Chávez über dessen gute Beziehungen zu Kubas Ex-Regierungschef Fidel Castro oder Irans Präsidenten Ahmadinedschad gesprochen?
Als ich mit Indira Gandhi gesprochen habe, da habe ich ihr auch keine Ratschläge über indische Außenpolitik gegeben. Das ist doch lächerlich.

Immerhin bewundert Hugo Chávez Sie. In einer Rede vor den Vereinten Nationen hat er eines Ihrer Bücher zur Lektüre empfohlen. Da ist es doch nicht abwegig, davon auszugehen, dass Sie einen Einfluss auf ihn haben könnten.

Mein Einfluss ist gleich null. Warum sollte ich erwarten, dass irgendjemand dem, was ich sage, Aufmerksamkeit widmet.

Schließlich ist das Ihr Metier: Vorträge halten, Interviews geben, Artikel schreiben. Sie reden doch auch mit mir, weil sie wohl davon ausgehen, dass irgendjemand dem Beachtung schenkt.
Ich treffe mich mit Ihnen, nicht mit Angela Merkel. Und wenn ich Merkel treffen würde, würde ich keine Vorträge über deutsche Außenpolitik halten.